Schneeschieben von der Steuer absetzbar

BFH - VI R 55/12

 

Mit der beginnenden Wintersaison trifft nun wieder die Schneeräumpflicht die Hauseigentümer und Mieter. Der Bundesfinanzhof hat 2014 entschieden, dass die Kosten für einen beauftragten Winterdienstleister als haushaltsnahe Dienstleistung bei der Einkommenssteuererklärung geltend gemcht werden können. Insgesamt können für solch haushaltsnahe Dienstleistungen 20 Prozent der Aufwendungen steuerlich berücksichtigt werden, maximal allerdings 4.000,- € pro Jahr.

 

Bisher hatte die Finanzverwaltung lediglich die Kosten berücksichtigt, die auf dem eigenen Grundstück anfielen, Nunmehr allerdings werden auch die Kosten als haushaltsnahe Dienstleistungen akzeptiert, die bei der Schneebeseitigung z.B. auf dem öffentlichen Bürgersteig vor dem Haus enststehen.

 

Als Praxistipp sollten sowohl Eigentümer als auch Mieter die ihnen entstandenen Kosten für die Schneebeseitigung auf privaten sowie öffentlichen Wegen in ihrer Einkommensteuererklärung als haushaltsnahe Dienstleistung ansetzen.


Zu beachten ist allerdings, dass dies nur für das jeweilige Jahr möglich ist, in welchem die Kosten entstanden sind (Datum der Überweisung). Ein Übertrag in das Vorjahr oder das folgende Jahr jedoch ist nicht möglich, wodurch es gegebenfalls ratsam sein kann, mit dem jeweiligen Dienstleister über Teilzahlungen zu verhandeln, um auf diese Weise Kosten verteilen zu können.


Zu beachten ist zudem, dass die Bezahlung bargeldlos per Überweisung vorzunehmen ist. Hierdurch können Sie belegen, dass es sich bei den vorgenommenen Tätigkeiten um keine Schwarzarbeit handelte.

 

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